SRB-Arbeitsprogramm 2020

Ende Oktober 2019 hat der Ausschuss für die einheitliche Abwicklung (SRB) sein Arbeitsprogramm für das Jahr 2020 veröffentlicht. Darin hält der SRB übergeordnet weiterhin an fünf Arbeitsprioritäten fest.

  • Stärkung der Abwicklungsfähigkeit: Im Jahr 2020 soll für 117 SRB-Institutsgruppen der Entwurf eines Abwicklungsplanes erarbeitet werden. 
  • Förderung eines robusten Abwicklungsrahmenwerkes: Der SRB beabsichtigt, unter anderem seine Leitfäden zur Bail-in-Durchführung, zur Refinanzierung im Rahmen der Abwicklung, zum Zugang zu Finanzmarktinfrastrukturen und zur Abwicklungsfähigkeit zu finalisieren.
  • Ausarbeitung eines effektiven Krisenmanagements: Der SRB plant, sein „Crisis governance handbook“ weiter auszuarbeiten sowie weitere Probeläufe (Dry run) mit den nationalen Abwicklungsbehörden durchzuführen.  
  • Operationalisierung des Single Resolution Fund (SRF): Nach bisherigen Schätzungen des SRB werden die beitragspflichtigen Institute im Jahr 2020 circa acht Milliarden Euro entrichten, sodass das SRF-Volumen auf circa 41 Milliarden Euro ansteigen wird.
  • Ausbau der Organisation im SRB: Im Hinblick auf seine Personalausstattung plant der SRB, im 1. Quartal 2020 die noch vakanten Stellen zu besetzen. Auf dieser Basis wären circa 400 Mitarbeiter beim SRB angestellt.