BaFin: Neun Risiken im Fokus

Am 28. Januar 2026 hat die BaFin ihren Bericht „Risiken im Fokus“ für das Jahr 2026 veröffentlicht. Darin benennt die Aufsichtsbehörde insgesamt neun Risiken, mit denen sie sich im laufenden Jahr prioritär befassen will. Hierzu zählen sechs Risiken für den Finanzmarkt sowie erstmals drei Risiken für Verbraucherinnen und Verbraucher. Darüber hinaus geht die BaFin erneut auch auf längerfristige Trends ein.

Im Vorwort der aktuellen Ausgabe erwähnt BaFin-Präsident Mark Branson zunächst die robuste Profitabilität von Banken und Versicherern im Jahr 2025. Gleichzeitig verweist er jedoch auf geopolitische Konflikte und den wachsenden Protektionismus, die für Unsicherheit sorgen und sich auf nahezu alle Risikoarten auswirken können. Derzeit gebe es mehrere Risikoherde, welche die Finanzstabilität gefährden.

Mit Blick auf den Finanzmarkt werden sechs Gefahren hervorgehoben. Dabei handelt es sich um signifikante Korrekturen an den internationalen Finanzmärkten, Unternehmenskreditausfälle, die fragile Situation am Gewerbeimmobilienmarkt, Cyber-Vorfälle mit gravierenden Auswirkungen, Konzentrationen bei der Auslagerung von IKT-Dienstleistungen und eine unzureichende Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.

Bei den Verbraucherrisiken geht die BaFin in ihrer Veröffentlichung auf kreditfinanzierten Konsum, Investitionen in Kryptowerte und den Einfluss sozialer Medien auf das Anlageverhalten sowie auf die Kosten kapitalbildender Lebensversicherungen ein.

Hinsichtlich der längerfristigen Trends werden wie bereits im Vorjahr die Themen „Digitalisierung“, „Nachhaltigkeit“ und „geopolitische Umbrüche“ aufgegriffen. In diesem Zusammenhang betont die BaFin erneut die zentrale Bedeutung eines angemessenen Umgangs der Beaufsichtigten mit diesen Entwicklungen.

Abschließend weist die Aufsichtsbehörde darauf hin, dass nicht alle in ihrem Bericht dargestellten Szenarien eintreffen werden und neue Risiken entstehen können. Diese müsse sie frühzeitig identifizieren und schnell reagieren.