Kriminelle Aktivitäten im Zahlungsverkehr setzen immer häufiger direkt bei den Bankkundinnen und -kunden an. Durch gezielte Täuschung und Manipulation wird versucht, diese dazu zu bringen, selbst betrügerische Überweisungen vorzunehmen oder Dritten ungewollt Zugriff auf ihr Konto oder ihre Kredite zu gewähren. Die Täter nutzen dabei immer neue technische Tricks und setzen stark auf emotionale Manipulation – oft so geschickt, dass sie nur schwer zu erkennen ist, besonders bei zu großer Leichtgläubigkeit.
Um solche Betrugsfälle zu verhindern, ist es wichtig, Verbraucherinnen und Verbraucher gezielt und verständlich zu informieren, ohne sie mit zu vielen Warnungen zu überfordern. Neben Banken und Sparkassen engagieren sich auch viele private, öffentliche und gemeinnützige Organisationen, um über aktuelle Betrugsmaschen und Schutzmaßnahmen aufzuklären. Ihr gemeinsames Ziel: Betrug reduzieren und Schäden vermeiden.
Betrugsprävention im Zahlungsverkehr ist heute ein Thema, das jeden betrifft. Zugleich müssen technische Voraussetzungen geschaffen werden, damit sich beteiligte Stellen – über Branchen hinweg – besser austauschen können. Aktuell stehen jedoch rechtliche Hürden im Weg, die eine gemeinsame Betrugsbekämpfung von Anfang an erschweren.
Welche konkreten Schritte nötig sind und wie sie umgesetzt werden können, erarbeiten derzeit Fachleute im Rahmen des “Roundtable Betrugsbekämpfung im Zahlungsverkehr”. Diese Treffen finden auf Initiative des Forums Zahlungsverkehr unter Leitung der Deutschen Bundesbank statt. Beteiligt sind Vertreterinnen und Vertreter aus der Finanzbranche, der Telekommunikations- und Digitalwirtschaft, der Industrie sowie aus öffentlichen Institutionen. In mehreren Arbeitsgruppen werden dort konkrete Maßnahmen zur Eindämmung von Zahlungsbetrug diskutiert und weiterentwickelt.
Wir sind mit einigen unserer Mitglieder aktiv in diese Arbeiten eingebunden und bringen unsere Fachexpertise gezielt ein. Unsere Erwartung ist es, noch im Jahr 2026 konkrete Vorschläge im Roundtable zu erörtern und Entscheidungen zu treffen. Betrugsprävention ist als gesamtgesellschaftliche Aufgabe erkannt und kann nur gemeinsam mit allen Marktbeteiligten bewältigt werden.