EBF-Studie: Regulierung modernisieren, Investitionen ermöglichen

Die Europäische Bankenvereinigung (European Banking Federation – EBF) hat gemeinsam mit Oliver Wyman eine Studie zur europäischen Wettbewerbsfähigkeit vorgelegt, an der auch VÖB-Institute mitgewirkt haben. Die Studie beziffert die jährliche Investitionslücke der EU auf rund 1,4 Billionen Euro. Besonders in den Bereichen Energie, Verteidigung und Digitalisierung sind erhebliche finanzielle Anstrengungen erforderlich, damit Europa international wettbewerbsfähig bleibt.

Die Kreditwirtschaft steht bereit, einen wesentlichen Beitrag zur Finanzierung dieses Investitionsbedarfs zu leisten. Zugleich zeigt die Studie, dass Banken derzeit durch hohe und weiter steigende regulatorische Anforderungen in ihrer Finanzierungskraft eingeschränkt werden. Um zusätzliche Mittel für die europäische Wirtschaft zu mobilisieren, braucht es deshalb gezielte und wirksame regulatorische Entlastungen. Die EBF legt hierzu eine Reihe konkreter Vorschläge vor, die mit Fakten und Zahlen unterlegt werden.

Der VÖB unterstützt insbesondere folgende Forderungen der EBF:

  • Die Belastungen durch den Output-Floor sollten reduziert und regulatorische Hürden bei Unternehmens- und Projektfinanzierungen sowie bei Investitionen der Banken in Software abgebaut werden.
  • Die Kapitalpufferanforderungen sollten überprüft und die damit verbundenen Belastungen gesenkt werden.
  • Die europäischen Verbriefungsmärkte sollten wiederbelebt werden, damit Banken zusätzliche Spielräume für die Vergabe neuer Kredite gewinnen.

Die Europäische Kommission wird Mitte Juli 2026 ihren Bericht zur Wettbewerbsfähigkeit der EU-Kreditwirtschaft vorlegen. Die Ergebnisse der EBF-Studie sollten darin aufgegriffen und zügig in konkrete gesetzgeberische Maßnahmen übersetzt werden.


Die vollständige Studie kann hier abgerufen werden: