Am 18. März 2026 wurde der Gesamtbetrag der Aufsichtsgebühren der Europäischen Zentralbank (EZB) für das Jahr 2025 im Amtsblatt der Europäischen Union bekannt gegeben. Mit 690,0 Mio. Euro lag er geringfügig über den tatsächlichen jährlichen Kosten von 689,8 Mio. Euro. Die Differenz erklärt sich dadurch, dass in den Gebührenbetrag neben den Ist-Kosten auch kleinere Anpassungsposten eingeflossen sind.
Weiterführende Informationen zu den im vergangenen Jahr angefallenen Ausgaben enthält der EZB-Jahresbericht zur Aufsichtstätigkeit 2025, der ebenfalls am 18. März 2026 veröffentlicht wurde. Von den tatsächlichen Ausgaben für Aufsichtsaufgaben der EZB im Jahr 2025 in Höhe von 689,8 Mio. Euro entfielen 346,3 Mio. Euro (50,2 %) auf die direkte Beaufsichtigung von bedeutenden Instituten (SIs), 16,2 Mio. Euro (2,3 %) auf die Überwachung von weniger bedeutenden Instituten (LSIs) und 327,3 Mio. Euro (47,5 %) auf Querschnitts- und Expertenaufgaben.
Nachdem die Ausgaben im Zeitraum von 2014 bis 2024 insgesamt um rund 334 % gestiegen waren (2014: 156,9 Mio. Euro; 2024: 680,6 Mio. Euro), verzeichnete die EZB im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr eine moderate Steigerung um rund 1,3 %. Den Anstieg begründet die EZB insbesondere mit den im Jahr 2025 durchgeführten EU-weiten Stresstests, zusätzlichen Kosten im Zusammenhang mit der Verordnung über die digitale operationale Resilienz im Finanzsektor (DORA) sowie weiteren Investitionen in Aufsichtstechnologien. Dem standen insbesondere ein geringerer Abschreibungsbetrag von 3,8 Mio. Euro (2024: 19,0 Mio. Euro) auf die ursprünglichen Kosten für das Informationsmanagementsystem IMAS und die Plattform STAR sowie niedrigere Kosten im Zusammenhang mit Aufsichtsinitiativen und gemeinsamen Diensten gegenüber. Auf IMAS und STAR wurden im Jahr 2025 die letzten Abschreibungen vorgenommen.
Für das Jahr 2026 rechnet die EZB mit einem Anstieg der Gesamtausgaben auf 706,7 Mio. Euro. Dies entspräche einer weiteren Steigerung um knapp 2,5 %. Nach Angaben der EZB spiegeln sich in der Kostenschätzung vor allem die fortgesetzten Investitionen in Aufsichtstechnologien und der zusätzliche Mittelbedarf im Zusammenhang mit DORA wider.