Deutsche Kreditwirtschaft legt Schwerpunktthemen 2026 fest

Berlin, 12. Januar 2026

Kolak: „Europa kann wirtschaftliche Stärke nur behaupten, wenn Stabilität, Wettbewerbsfähigkeit und Investitionsfähigkeit zusammenwirken.“

Die Spitzen der fünf Bankenverbände der Deutschen Kreditwirtschaft (DK) haben sich bei ihrem Jahresauftakt heute auf die Schwerpunkte für das gemeinsame Arbeitsprogramm 2026 verständigt. Die DK setzt sich dafür ein, den Regulierungsrahmen wettbewerbsfähiger zu gestalten, Europas digitale und finanzielle Souveränität zu stärken und die Kapitalmärkte so zu aktivieren, dass sie besser zur Finanzierung von Wachstum und Transformation beitragen können.

„Europa kann wirtschaftliche Stärke nur behaupten, wenn Stabilität, Wettbewerbsfähigkeit und Investitionsfähigkeit zusammenwirken“, betont Marija Kolak, Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) und in diesem Jahr federführend für die DK. „Eine leistungsfähige Kreditwirtschaft ist dafür unverzichtbar. Banken und Sparkassen finanzieren Immobilien, die deutsche Wirtschaft sowie die öffentliche Hand und Infrastruktur. Sie ermöglichen so Transformation und sichern damit Arbeitsplätze und Wohlstand in unserem Land. Wir tragen dazu bei, dass Banken diese Rolle auch in Zukunft erfüllen können.“

Die Verständigung über das gemeinsame Arbeitsprogramm der DK erfolgte im Rahmen eines Auftakttreffens der fünf Verbandspräsidenten im Hause des BVR in Berlin. Neben Marija Kolak sind das Christian Sewing (BdB), Ulrich Reuter (DSGV), Thomas Groß (VÖB) und Gero Bergmann (vdp).

Die drei Schwerpunkte spiegeln zentrale Herausforderungen des europäischen Finanzstandortes wider. Erstens gilt es, die Finanzmarktregulierung so weiterzuentwickeln, dass relevante Risiken adressiert werden, ohne durch unnötige Komplexität Kapital zu binden oder das derzeitige Kapitalniveau weiter zu erhöhen und so Geschäftsmodelle zu lähmen. Eine bessere und einfachere Regulierung sowie Proportionalität müssen stärker in den Mittelpunkt rücken, um die Leistungsfähigkeit der Institute zu sichern. Zweitens will die DK zur digitalen und finanziellen Souveränität Europas beitragen – mit sicheren Infrastrukturen, resilienten Datenräumen und fairen Regeln für Wettbewerb, Haftung und Zugänge. Drittens sollen die europäischen Kapitalmärkte gestärkt werden, damit Sparen, Investieren und Vorsorgen besser miteinander verbunden werden können.

Die digitale und finanzielle Souveränität Europas sind strategische Voraussetzungen für die wirtschaftliche Stärke unseres Kontinents geworden. Für den europäischen Zahlungsverkehr steht mit EPI/wero bereits ein privatwirtschaftliches Instrument zur Verfügung, das europäische Souveränität in diesem Bereich stärkt. „Ein digitaler Euro kann hier ein weiterer Baustein für mehr Resilienz sein, wenn er sich in die bestehende europäische Infrastruktur integriert. Europa entscheidet nicht nur über ein neues Zahlungsmittel, sondern über wirtschaftliche Handlungsfähigkeit“, sagt Marija Kolak. „Deshalb ist die Ausgestaltung entscheidend. Der digitale Euro darf privatwirtschaftliche Lösungen nicht ersetzen, sondern muss sie ergänzen“, so die BVR-Präsidentin weiter.

Mit ihrem Arbeitsprogramm bringt die DK die Perspektive der gesamten deutschen Kreditwirtschaft in den politischen und regulatorischen Prozess ein und setzt Impulse für einen leistungsfähigen Finanzstandort.

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