Die EZB braucht einen Kurswechsel

Zur heutigen Sitzung des Rats der Europäischen Zentralbank (EZB), die gleichzeitig die letzte der Amtszeit des EZB-Präsidenten Mario Draghi darstellt, erklärt Iris Bethge-Krauß, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB:

„Mario Draghi hat vor allem zu Beginn seiner Amtszeit Mut bewiesen und durch unkonventionelle Maßnahmen maßgeblich zur Stabilität Europas und zum Erhalt des Euros beigetragen. Zur Wahrheit gehört aber, dass die ultraexpansive Geldpolitik der EZB die Sparer, Finanzinstitute und Unternehmen noch lange belasten wird: Steigende Immobilien- und Mietpreise, drohende Einbußen bei der Altersversorgung, Hindernisse beim Vermögensaufbau und die prekäre Ertragslage der Banken und Sparkassen zeigen die Sprengkraft, die Minuszinsen und massive Liquiditätsschwemmen auf Dauer in sich bergen.“

In der heutigen Sitzung des Rats hat die EZB wieder die Möglichkeit verstreichen lassen, einen geldpolitischen Kurswechsel zu vollziehen. VÖB-Hauptgeschäftsführerin Iris Bethge-Krauß hofft, dass die EZB nun mit dem Führungswechsel ihre bisherige Politik und deren Langzeit-Folgen auf den Prüfstand stellt: „Mit Christine Lagarde nimmt eine Frau die Zügel in die Hand, die sich mit dem Management von Krisen auskennt, die mit Weitblick agiert und angekündigt hat, mehr auf die Bedenken und Sorgen der Bürger einzugehen. Ich hoffe, dass sie als EZB-Präsidentin den Mut besitzt, die notwendige Zinswende einzuleiten.“

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