Seitwärts an der Bahnsteigkante

Nach dem positiven Start der Aktienmärkte zum Jahresanfang und den Kurskorrekturen der vergangenen Wochen erwarten die Aktienexperten der VÖB Mitgliedsinstitute Manfred Bucher (BayernLB), Joachim Schallmayer (DekaBank), Claudia Windt (Helaba), Dr. Cyrus de la Rubia (Hamburg Commercial Bank), Uwe Streich (LBBW) und Volker Sack (NORD/LB) in den folgenden Monaten eine schwankende Seitwärtsbewegung der Leitindizes. Die 12-Monatsprognosen für den Dax liegen in einer Spanne von 11.600 bis 13.000 Punkten. Den Dow Jones prognostizieren die Aktienprofis auf Jahressicht in einem Korridor von 26.500 bis 27.300 Punkten.

In der Analyse des momentanen Umfeldes sind sich die VÖB Aktienmarktstrategen einig: „Die nachlassende Dynamik der Konjunktur droht sich zur flächendeckenden Rezession auszuweiten. Damit einhergehend sind die Gewinnaussichten der Unternehmen bescheiden. Zudem schweben ungelöste politische Konflikte wie dunkle Wolken über den Märkten: schwelende Handelskonflikte, der Brexit als Blackbox oder das Pulverfass Iran. Jeder Tweet des US-Präsident kann die Märkte in Aufregung versetzen.“ Dennoch erwarten die VÖB Mitgliedsinstitute keine tiefgreifende Kurskorrektur. Schließlich arbeitet Donald Trump an seiner Wiederwahl als Präsident der USA und schwache Wirtschaftsdaten sind schlecht für den selbsternannten Dealmaker. Daher gehen die Experten davon aus, dass die Zeichen im Handelsstreit, besonders mit China, eher auf Deeskalation stehen. Die Märkte belohnen das erfahrungsgemäß. Außerdem gibt es kaum attraktive Alternativen am Kapitalmarkt. Die US-Notenbank Fed und die Europäischen Zentralbank (EZB) bereiten erneut eine lockere Geldpolitik vor. Die VÖB Aktienmarktstrategen: „Minizinsen und negative Renditen steigern die Attraktivität der Aktien. Besonders institutionelle Anleger sehen sich zunehmend gedrängt, auch in Aktien zu investieren, um eine positive Rendite vorweisen zu können. Unsicher bleibt aber, ob die Maßnahmen der Notenbanken den Erwartungen der Märkte entsprechen und tatsächlich die Kurse beflügeln werden.“

Angesichts der wirtschaftspolitischen Großwetterlage sind die Wachstumsprognosen der VÖB Mitgliedsinstitute verhalten. Besonders die Handelsstreitigkeiten sorgen für Verunsicherung. „Gerade Deutschland als Exportnation leidet unter eskalierenden Handelskonflikten, das bestätigen nun auch die Zahlen. Die US Konjunktur mag sich noch robuster zeigen, allerdings kann sich die Wirtschaft in den USA nicht dauerhaft vom Rest der Welt abkapseln“, erklären die VÖB Aktienexperten. Für 2020 erwarten alle Institute in den USA ein BIP-Wachstum unter zwei Prozent und in Deutschland – mit Ausnahme der Helaba – unter einem Prozent.

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