- VÖB-Analyse zeigt: 434 neue Vorschriften allein im Jahr 2025,
seit 2008 insgesamt 6.233 neue Vorschriften - Groß: „Mutiger Rückbau zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland erforderlich"
- Verwaltungsausgaben der Aufsichtsbehörden ebenfalls deutlich gestiegen
Berlin – Die regulatorische Belastung für Kreditinstitute hat auch im Jahr 2025 weiter zugenommen. Insgesamt sind im vergangenen Jahr 434 neue Vorschriften auf deutscher, europäischer und internationaler Ebene auf den Weg gebracht worden, die konkrete Anforderungen für Kreditinstitute in Deutschland begründen. Seit der Finanzmarktkrise 2008 wurden insgesamt 6.233 neue Vorschriften erlassen. Die Analyse basiert auf Auswertungen des Informationsdienstes RADAR der VÖB-Service GmbH.
Vor diesem Hintergrund fordert VÖB-Präsident Thomas Groß einen Regulierungsrückbau: „Das zunehmend enger werdende regulatorische Korsett schwächt die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Banken und lähmt sie bei der Wahrnehmung ihrer Kernaufgabe, der Finanzierung von Wachstum und Investitionen sowie der nachhaltigen Transformation und Erneuerung unserer Infrastruktur. Erforderlich ist ein mutiger Rückbau von Anforderungen, die über das Ziel hinausschießen, sich überschneiden oder zu detailliert sind. Ansonsten droht der Finanzstandort im internationalen Vergleich ins Hintertreffen zu geraten. Die wenigen konkreten Vorschläge für Regulierungsvereinfachungen sehen derzeit zudem vor, dass diese oftmals mit Verschärfungen an anderer Stelle erkauft werden müssen.“
Wie Berechnungen des VÖB zudem zeigen, sind die Verwaltungsausgaben der EZB-Bankenaufsicht im Zeitraum von 2014 bis 2024 um 334% gestiegen. Die umlagefähigen Kosten der BaFin im Aufgabenbereich Banken und sonstige Finanzdienstleistungen sind im selben Zeitraum um 182 % gestiegen.