Die DekaBank hat die Nachhaltigkeit im Fokus

Für die Zukunft gebaut

Die DekaBank setzt für den Neubau im Frankfurter Stadtteil Niederrad auf nachhaltige Architektur – für mehr Klimaschutz, digitalen Workflow und ein mitarbeiterfreundliches Arbeitsumfeld. Es wird ein riesiges Biotop in luftiger Höhe: Stauden, Klein- und Großsträucher sowie Dickblattgewächse und verschiedene Holzarten wachsen bald auf dem Dach des neuen DekaBank-Gebäudes. Rund 3.900 Quadratmeter werden auf dem neungeschossigen Geschäftshaus begrünt. Die Planer gehen davon aus, dass die Schaffung des biologischen Kreislaufs jährlich fast drei Kilogramm CO2 pro Quadratmeter bindet, den Lärm um bis zu 46 Dezibel senkt und sich aktiv auf die Abkühlung des Stadtklimas auswirkt. Das grüne Dach ist Bestandteil eines Konzeptes, das für umweltbewusstes Bauen steht: Eine Photovoltaik-Anlage deckt einen Teil des Strombedarfs im Gebäude, der Wasserverbrauch wird durch wassersparende Armaturen und Toiletten gesenkt und smarte Gebäudetechnik steuert den Energieverbrauch. Zusätzlich werden im Parkhaus Lademöglichkeiten zur Elektromobilität angeboten, die nur Strom aus erneuerbaren Energien beziehen.

Mobiles Arbeiten gehört zur Nachhaltigkeit

Zur Ausgestaltung nachhaltiger Büroarchitektur gehört auch ein sogenanntes Multi-SpaceKonzept, das den Trend zu hybriden Arbeitsmethoden wie zum Beispiel das Flex-Office aufgreift. Die MitarbeiterInnen sind täglich frei in der Suche eines Arbeitsplatzes, den sie für ihre aktuellen Aufgaben nutzen. Auch Rückzugsmöglichkeiten für Phasen hochkonzentrierten Arbeitens sind integriert. Für Meetings in Präsenz können Räume in der erforderlichen Größe genutzt werden. Matthias Danne, Vorstand der DekaBank, verspricht sich von dem Neubau hochflexible, die Kommunikation fördernde Büroflächen. „Das ist ein Investment in unsere Mitarbeiter und unsere Zukunft.“ Der Energieverbrauch des Unternehmens soll so um zwei Drittel sinken. Außerdem werde der Konzern seine Kosten reduzieren, „bei höherer Qualität“, so Danne. Coronabedingt werden hohe Hygienestandards erfüllt: Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter erhält ein eigenes Laptop sowie eigene Tastatur, Maus und Headset. Auch für die Verbindung von mobilem Arbeiten und Arbeiten in Präsenz ist der Neubau bestens ausgestattet. Nach Abschluss des Umzugs in diesem Sommer werden bis zu 3.500 MitarbeiterInnen am Standort an der Lyoner Straße tätig sein.

Den Nachwuchs nachhaltig stärken

Der im vergangenen Sommer neu ausgehandelte Nachwuchskräfte- tarifvertrag zwischen Gewerkschaften und dem VÖB bietet jungen Arbeitskräften unter anderem ein Novum an: das Recht auf Weiterbildung zur Nachhaltigkeit in all ihren Facetten. Für DekaBank-Chefpersonaler Siegbert Weissbrodt, der maßgeblich an den Verhandlungen beteiligt war, ist das ein wichtiges Signal für die Zukunftsfähigkeit der öffentlichen Banken. Bei der DekaBank ist das Thema aber schon lange Teil der Ausbildung.

„Es ist ganz klar: Bei uns steht Nachhaltigkeit weit oben auf der Agenda. Wir haben im Management viele Maßnahmen beschlossen, die das wichtige Thema aufgreifen. Sei es in den Produkten, in den Strategien und bei der Qualifikation von Mitarbeitern. Deswegen bieten wir unseren Beschäftigten und Nachwuchskräften auf der Plattform „DekaLearning“ die Möglichkeit, sich in persönlicher und fachlicher Richtung weiterzubilden. Coronabedingt ist das auch im Homeoffice möglich und wird als Mini-Veranstaltung von wenigen Stunden angeboten. Das ist ideal für die Führungskräfte, da für sie Zeit ein knappes Gut ist. Damit haben wir gute Erfahrungen gemacht, um den Austausch zwischen Nachwuchs und Führung effizient zu halten. Die Lernmöglichkeiten werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern genutzt, die Nutzungszeit auf dem Portal übertrifft unsere Erwartungen.

Feedbackkultur fördern

Außerdem achten wir darauf, dass die Gesprächs- und Feedbackkultur in unserem Haus gefördert wird – das ist meiner Meinung nach auch ein wichtiger Bestandteil, um nachhaltig mit dem wertvollsten Rohstoff umzugehen, den wir haben: unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Deshalb haben wir vor ein paar Jahren den sogenannten PulsCheck eingeführt. Das bedeutet, dass wir so drei- bis viermal im Jahr fragen und genau zuhören, was die jungen und älteren Kolleginnen und

haben auch eine beachtliche Beteiligung bei dieser Art der Mitarbeiterbefragung von bis zu 60 Prozent. Das ist gut und macht mich stolz. So sind wir auch auf das Thema Diversity gestoßen, das vielen immens wichtig ist. Deswegen hat der Vorstand extra eine Stelle geschaffen, die sich nur um die Umsetzung kümmert. Und das ist eben auch Teil einer gelungenen Nachhaltigkeitsstrategie.“

„Ich reise eher mit dem Zug als mit dem Flugzeug“

„Mein Leben hat sich in den vergangenen Jahren zu einem bewussteren Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen verändert: Ich bin zum Beispiel Vegetarierin geworden, weil ich die Massentierhaltung sehr kritisch sehe. Dabei ist mir wichtig, dass ich die Menschen in meinem Umfeld nicht missionieren will. Ich möchte vielmehr, dass alle verstehen, dass ein nachhaltiger Lebensstil viel im Kampf gegen den Klimawandel bewirken kann. Es sind die kleinen Dinge, auf die es meiner Meinung nach ankommt: weniger mit dem Auto fahren, auf Fastfood verzichten, mehr Bio-Produkte kaufen – sofern das natürlich finanziell möglich ist. Außerdem reise ich eher mit dem Zug als mit dem Flugzeug. Ich finde es gut, dass Nachhaltigkeit nun auch Bestandteil der Ausbildung in den öffentlichen Banken ist. Warum? Ich kenne Auszubildende, die mit gerade 17 Jahren ihren Weg ins Berufsleben starten. Das ist ein Alter, in dem sie viel lernen und auch noch sehr von ihrem Umfeld geprägt werden. Was ist genau nachhaltig? Was inspiriert mich? Wie unterschiedlich ist Nachhaltigkeit? Für mich als frischgebackene Kauffrau für Büromanagement sehe ich die Digitalisierung als entscheidendes Tool, um nachhaltiger zu arbeiten. Zum Büromanagement gehört unter anderem das Rechnungswesen und da können durch elektronische Ablagen Arbeitswege erleichtert und der Papierverbrauch kann verringert werden. Das Schöne ist, dass ich nach meiner Ausbildung übernommen wurde und jetzt in Luxemburg für eine Tochtergesellschaft der DekaBank arbeite. Dort möchte ich für mehr Nachhaltigkeit sorgen.“

„Meinen Ausbildungsort habe ich bewusst ausgewählt“

„Was mir besonderen Spaß gemacht hat, war die Entwicklung einer App, die den Kolleginnen und Kollegen den Gang in die Kantine erleichtern soll. Zusammen mit den anderen Auszubildenden im Bereich IT-Anwendungsentwicklung hatte ich mir überlegt, wie das beste Nutzererlebnis dieses Prototyps aussehen sollte. Wie sollte die App aufgebaut sein? Was würde dem Nutzer gefallen? Wie intuitiv können die Tagesmenüs bestellt werden? Und wie läuft das mit der Bezahlung? Als Team haben wir uns mit diesen Fragen wochenlang beschäftigt. Wir hatten viel Gestaltungsfreiheit, was mir auch gefallen hat, denn so konnte ich mir viele Sachen selber beibringen. Das Digitalprojekt war auch im nachhaltigen Sinne für mich von besonderer Bedeutung, da so Bestell- und Bezahlvorgänge effizient gestaltet werden, um ressourcenschonender zu arbeiten. Denn das Thema liegt mir sehr am Herzen. Deswegen habe ich die DekaBank als Ausbildungsort auch bewusst ausgewählt, weil mir dort technische Möglichkeiten geboten werden, um das Arbeitsfeld um mich herum ein Stück weit umweltbewusster zu gestalten. Im Haus reden wir in Seminaren und Mitarbeitergesprächen viel über die verschiedenen Facetten von Nachhaltigkeit. Privat achte ich auch sehr darauf, möglichst wenig Plastikmüll zu produzieren, ernähre mich vegan und mache mir Gedanken über die Herkunft, Herstellung und Beschaffenheit der Kleidung, die ich trage. Ich möchte keine klimaschädliche Massenproduktion unterstützen. Und dass die Kantinen-App, entworfen von uns Nachwuchskräften, tatsächlich angenommen wurde, macht mich natürlich sehr stolz.“ 

„Als öffentliche Bank mit gutem Beispiel vorangehen“

„Ob es um den Papierverbrauch bei Druckern und Kopiergeräten geht oder plastikfreie Becher für den Kaffee – in der DekaBank überlegen wir alle, wie wir gemeinsam neue Möglichkeiten finden, um klimafreundlicher zu werden. Den Gemeinschaftsgedanken finde ich beeindruckend, weil ich ehrlicherweise erst spät angefangen habe, mich intensiver mit Nachhaltigkeit zu beschäftigen. Erst mit Beginn meiner Ausbildung – und das halte ich der DekaBank zugute. Nicht nur bei Lebensmitteln schaue ich nun genauer hin oder bei meiner Kleidung, sondern auch, wenn es um Finanzen geht. In der Abteilung, in der ich mich gerade befinde, liegt der Schwerpunkt bei der Rentenplanung und den verschiedenen Sparmöglichkeiten für eine Altersvorsorge. Da haben sich für mich als junger Mensch viele Aha-Momente ergeben, weil auch hier nachhaltige Fonds angeboten werden. Für mich als Auszubildende ist das sehr wichtig, weil ich so an meine eigene Zukunft denke und gleichzeitig an die Zukunft dieses Planeten. Als öffentliche Bank muss man mit gutem Beispiel vorangehen. Ich finde es gut, dass Weiterbildungen zur Nachhaltigkeit zum neuen Nachwuchskräftetarifvertrag angeboten werden. Wir Jungen sind irgendwann die Alten, die auf Führungspositionen sitzen und dann die wichtigen, nachhaltigen Entscheidungen treffen.“