VÖB und DIHK setzen Kooperation zur Dekarbonisierung des Mittelstands fort
Dekarbonisierung ist weiterhin eine Frage der Zukunftsfähigkeit, sowohl für Unternehmen als auch für Banken. Mit der Aktualisierung des gemeinsamen Leitfadens für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zur Erstellung eines Transitions- und Finanzierungsplans bekräftigen die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK), das Unternehmensnetzwerk Klimaschutz (UNK) und der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) ihre Kooperation. Der Leitfaden wurde vor dem Hintergrund regulatorischer Entwicklungen seit seiner Veröffentlichung im Dezember 2024 nun aktualisiert. Der Leitfaden wird von Beispiel-Transitionsplänen zur Veranschaulichung der einfachen Umsetzung sowie einer Excel-Tabelle zur Priorisierung der Dekarbonisierungsmaßnahmen begleitet.
Damit werden KMU für die Planung ihrer Dekarbonisierung und frühzeitig für die strategische Investitionsplanung sensibilisiert. Sie sollen nicht nur bei der Aufstellung eines Transitions-, sondern auch eines korrespondierenden Finanzierungsplans unterstützt und so auf den Dialog mit der Bank zur Finanzierung dieser Investitionen vorbereitet werden. Zielgruppe des Leitfadens sind KMU, die nicht direkt zur Nachhaltigkeitsberichterstattung verpflichtet sind, sich jedoch mit ihrer Dekarbonisierung befassen und entsprechende Informationen für ihre Geschäftspartner, Kunden oder Finanzierungspartner benötigen.
Weiterhin gilt: Insbesondere KMU sehen sich bei der Dekarbonisierung mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2045 besteht große Planungsunsicherheit – sei es im Hinblick auf die Verfügbarkeit der notwendigen Technologien und Infrastrukturen zur Umstellung der Kernprozesse, das Marktumfeld oder die regulatorischen Rahmenbedingungen. Vor diesem Hintergrund sehen sich KMU oft nicht imstande, ihren Dekarbonisierungspfad zu skizzieren oder auf dieser Grundlage ihre Investitionsplanung aufzustellen. Mit ähnlichen Herausforderungen ─ insbesondere bei den regulatorischen Rahmenbedingungen und der Planbarkeit der Dekarbonisierung ─ sehen sich auch Banken konfrontiert.
DIHK und VÖB möchten die Notwendigkeit der Dekarbonisierung auch in diesem schwierigen Umfeld dennoch bekräftigen. Die Aktualisierung des Leitfadens wird daher mit einem gemeinsamen Positionspapier zu den zentralen Herausforderungen für Investitionen in die Dekarbonisierung begleitet. Für deren Bewältigung braucht es vor allem:
- eine konsistente politische Steuerung der Energiewende,
- verlässliche und verfügbare Infrastrukturen sowie
- stabile Emissionshandelssysteme.
Nur so können Akteure der Finanz- und Realwirtschaft einen wirksamen Beitrag zur Erreichung des deutschen Klimaneutralitätsziels leisten.
Unter diesen Links finden Sie den Leitfaden, das Dokument mit Beispiel-Transitionsplänen sowie eine Excel-Tabelle zur Priorisierung der Dekarbonisierungsmaßnahmen.
Hier finden Sie das VÖB-DIHK-Positionspapier zu den Herausforderungen der Dekarbonisierung vom September 2026.